Theorie und Praxis der Entrepreneurship Education

Einer Entrepreneurship Education an Hochschulen und Schulen wird das Potenzial beigemessen, mittels Lehren und Lernen zum einen Wissen über Entrepreneurship und Fähigkeiten unternehmerisch zu denken und zu handeln vermitteln und zum anderen die Bereitschaft, diese Fähigkeiten und Kenntnisse in der Gegenwart und in der Zukunft einzusetzen, wecken zu können.

Der Forschungsschwerpunkt der Wuppertaler Gründungspädagogik und Gründungsdidaktik lag hierbei zunächst auf einer Adult Entrepreneurship Education, welche sich auf eine universitäre Innovations- und Gründungsforschung fokussierte. Hierzu wurden große, umfangreiche Projekte (EXIST I bis EXIST III) eingeworben und zahlreiche Veröffentlichungen u.a. zur Entwicklung unternehmerischer Persönlichkeit erstellt.

Auch auf Grundlage dieser Forschungsergebnisse zur Adult Entrepreneurship Education wurde in den letzten Jahren der Forschung zur Youth Entrepreneurship Education eine zunehmende Aufmerksamkeit zu Teil. Schließlich wird dieser aus vielfacher Perspektive strategische Bedeutung beigemessen. Im Vordergrund stand und steht daher die Erforschung des Status quo und der Perspektiven einer Youth Entrepreneurship Education in Praxis und Theorie. Aus gründungspädagogischer wie -didaktischer Perspektive rückt hierbei nicht nur die Effektivität und Effizienz des Lehrens und Lernens, sondern auch die Legitimität einer frühzeitig, bereits in der allgemeinbildenden Schule beginnenden Entrepreneurship Education in einen Interessensfokus. Hieran schließt zugleich die Frage nach einem eigenständigen Fach Entrepreneurship genauso an, wie die Bedeutung eines Schulfaches Wirtschaft, in dem eine Youth Entrepreneurship Education entsprechende Berücksichtigung findet.

Aktuelle Forschungsfokusse und -projekte

Folgende Forschungsfokusse und -projekte werden hierbei derzeitig am Lehrstuhl und Institut verfolgt:

  • Status Quo und Perspektiven einer Youth Entrepreneurship Education in Praxis und Theorie
  • Status Quo und Perspektiven des Schulfachs ‚Wirtschaft‘ und dessen Bedeutung für eine Youth Entrepreneurship Education
  • Analyse und Konzeption der Implementation und Dissemination einer in der Tradition der Aufklärung stehenden Youth Entrepreneurship Education
  • Möglichkeiten und Grenzen des Transfers von Implementations- und Disseminationsmodi auf weitere gesellschaftlich geforderte allgemeinbildende Schulfächer, wie z.B. Nachhaltigkeit (Bildung für Nachhalte Entwicklung) oder Digitalisierung (Digitale Bildung).

Veröffentlichungen/Literatur (Auswahl)

  • Braukmann, Ulrich/Koch, Lambert T./Bartsch, Dominik (in Vorbereitung): Shaping Great Transformations in Germany – the Role of Youth Entrepreneurship Education. In: Block, Joern et al. (Hrsg.): Progress in Entrepreneurship Education and Training: New Methods, Tools, and Lessons Learned from Practice.
  • Koch, Lambert T./Braukmann, Ulrich/Bartsch, Dominik (2021): Schulische Entrepreneurship Education – quo vadis Deutschland? Plädoyer für einen Perspektivenwechsel. In: Zeitschrift für KMU und Entrepreneurship (ZfKE), Jg. 69, 01/2021, S. 37-58.
  • Bartsch, Dominik (2019): Youth Entrepreneurship Education in Deutschland. Praxis, Theorie und Perspektiven, Detmold 2019.
  • Braukmann, Ulrich/Bartsch, Dominik/Schneider, Daniel (2019): Youth Entrepreneurship Education: Ihr Potential für eine (Re-)Vitalisierung des Schumpeter’schen Unternehmertums in Deutschland. In: Frambach, Hans et al. (Hrsg.): Schöpferische Zerstörung und der Wandel des Unternehmertums. Zur Aktualität von Joseph A. Schumpeter, Marburg 2019, S. 305-331.
  • Braukmann, Ulrich/Bartsch, Dominik (2019): Ambivalenz der Einführung eines Schulfaches Wirtschaft an allgemeinbildenden Schulen in NRW, Wuppertal 2019. Unveröffentlichtes Typoskript. Zugleich: Braukmann, Ulrich/Bartsch, Dominik (2019): Stellungnahme zu einem Schulfach Wirtschaft an allgemeinbildenden Schulen in NRW. Schriftliche Stellungnahme zum Antrag der Fraktion der SPD und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 17/4441) - Anhörung des Ausschusses für Schule und Bildung und des Hauptausschusses am 13. März 2019.

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